2022

Berliner Requirements Engineering Symposium

Wie kann Künstliche Intelligenz die Qualität im Requirements Engineering steigern?

Hubert Spieß

IBM Deutschland GmbH

Abstract

Künstliche Intelligenz und Machine Learning gelten als Zukunftsthemen und finden immer mehr Eingang in Systeme und Software. Im Vortrag zeige ich konkrete Anwendungsfälle, wie diese Technologien die Arbeit im Requirements Engineering unterstützen können. Erfahren Sie, wie Sie durch das Potenzial von KI und RE Anforderungen effizienter, intelligenter und präziser managen können.

Anhand von zehn integrierten Qualitätsindikatoren liefert das KI-System „Requirements Quality Assistant“ eine Hilfestellung, um vollständige, klare und überprüfbare Anforderungen zu erstellen. Die Richtlinien, nach denen die Anforderungen bewertet werden, entsprechen den Industriestandards wie dem vom International Council on Systems Engineering (INCOSE) veröffentlichten „Guide for Writing Requirements“. Das vortrainierte KI-Modell kann erkennen, ob beispielsweise die Anforderung zweideutig, negativ oder passiv formuliert wurde, der Akteur unklar ist, ob Einheiten, Toleranzen oder Aktionen fehlen. Daneben findet die Lösung Anforderungsbestandteile bzw. Einschränkungen, die die Anforderung unklar und schwierig zum Verifizieren machen.

Im Vortrag zeige ich auf, wie Sie die KI-Lösung in Ihre RE-Prozesse integrieren können, wie ein KI-Modell aufgebaut und trainiert wird und welche zukünftigen Möglichkeiten mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz bestehen.

Biografie

Hubert Spieß ist Senior Solutions Engineer für Requirements Management im Bereich IBM Engineering. Er berät und schult Systems- und Software-Kunden bei Requirements-Projekten rund um DOORS und DOORS Next. Aktuell beschäftigt er sich insbesondere über die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz im Requirements Engineering.